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Champagner für die Nadeln

Seit ungefähr zwei Wochen kann ich nicht mehr stricken. Jaha, ihr habt es richtig gelesen.
Ich habe es nicht verlernt, sondern ich darf schlichtweg nicht stricken. Ich habe so etwas wie einen Strick-Arm. Früher hieß es Tennis-Arm und heute heißt das wohl Maus-Arm. Egal wie man es nun nennt, der (Unter-)Arm schmerzt bei bestimmten Bewegungen, ein Träger Wasser hochheben oder gar stricken geht aktuell immer noch nicht. Deswegen sieht mein Arm so aus und morgen bekomme ich ein neues Physio-Tape. Vielleicht ja in einer anderen Farbe…

Physio-Tape

Das Physio-Tape bringt Farbe ins Leben

Jetzt habe ich am Abend und am Wochenende viel Zeit und kann endlich Dinge tun, die ich schon lange aufgeschoben habe. Getreu dem Motto: wenn ich schon nicht stricken kann, dann kannst Du wenigstens Tücher und Mützen spannen. Tücher spannen finde ich nach wie vor eine lästige, oftmals aber auch eine nötige Aufgabe. Ja, ein Muster mit Struktur, sei es Zopf oder Lace, gewinnt eindeutig durch das spannen. Nach dem Baden und Spannen wird man mit einer wahren Schönheit belohnt. Aber sind wir mal ehrlich, ICH robbe nicht gerne auf dem Boden herum und spanne rund eine Stunde lang das Tuch und stecke in jede Picot-Spitze eine Nadel. Dessen bewusst habe ich mich also rund drei Wochen davor gedrückt. Nur spannt sich so ein Tuch vor dem Drücken nicht. Also, aufgerafft, das Tuch gewaschen und gespannt. Ich hab alle meine Nadeln zum Spannen gebraucht, und an der einen oder anderen Ecke sieht man es leider auch ein bisschen. Obwohl ich bis jetzt mit Nadeln beim Spannen gut gefahren bin, werde ich beim nächsten Mal Spann-Stangen ausprobieren. Über meine Erfahrungen werde ich sicherlich hier berichten.

Im März 2014 habe ich mir zwei Stränge wunderschöne Stränge aus einem Woll-Seiden-Gemisch gekauft, nachdem ich auf ravelry (Klick und Klick leider kann man beide nur im eingeloggten Zustand sehen) zwei sehr schöne Dark Champagne nach Mairlynd gesehen habe. Die Konstruktion ist auch eher etwas ungewöhnlich und das Zopfmuster mit Picot hat mich völlig überzeugt. Ich war von der Idee total begeistert, dass es dazu auch ein Schwester-Tuch gibt, habe sofort los gelegt und bin im ersten Schritt am Struktur-Muster gescheitert. Ich war gefrustet, habe das Ribbelmonster seine Arbeit verrichten lassen und Wolle und Nadeln erstmal zur Seite gelegt.

Der Frust zog sich leider über über 1,5 Jahre gedauert, bis ich wieder angefangen habe. Ich habe die Wolle gewaschen, damit sie wieder schön glatt wird.
Und dann fluppte alles so, ich habe Anfang Dezember angeschlagen und am Neujahrsmorgen habe ich schon abgekettet, trotz Arbeit und Weihnachtsstress, Weihnachten und einer Woche Strick-Pause. Die Anleitung ist mal wieder ein Traum, die Anleitung detailliert und für das Zopfmuster gibt es auch ein Chart. Alles was das Herz begehrt.

Am Anfang war ich etwas in der Zwickmühle, mit der angegeben Nadelstärke hat mir die Maschenprobe nicht gefallen und mit einer Nummer kleiner habe ich rund 120 m weniger Wolle verbraucht. Dadurch ist das Tuch natürlich kleiner geworden, ohne dass ich daran gedacht hätte einfach den Hauptteil zu verlängern. Das nächste Mal werde ich mit der angegebenen Nadelstärke stricken, vielleicht schaffe ich dann auch die angestrebte Größe 😉

Dafür passt er meiner Mutter wunderbar um die Schultern und so habe ich nun ein wunderschönes Geschenk, dass ich ihr am bald statt findenden Mutter-Tochter-Wochenende überreichen kann. <3

Dark Champagne

Champagner für Nadeln

handgefärbt mit Liebe von wollfaktor

Die Farbe ist ein Traum

Zopf-Detail

Detail-Aufnahme Zopf

Champagner für die Nadeln

Detail-Aufnahme Zopf und Picot-Kante

mein Dark Champagne von Mairlynd

In (fast) ganzer Pracht.

handgefärbt von Wollfaktor

Die Färbung lässt sich leider nicht gut einfangen.


Champagner für die Nadeln
habe ich mit 3er und 4er er Symfonie-Nadeln gestrickt und habe dafür ca 170 g lila-pinker Luna (Färbung von Wollfaktor) verstrickt.
Projekt gestartet am 8.3.2014, totaler Neustart am 4.Dezember 2015 bis zum 1. Januar 2016

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