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Eine rote Windmühle und ein Reise-Quilt

In den letzten Tagen habe ich zwei Quilts fertig gestellt und ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich. Ich finde sie sehr gelungen, und ich freue mich, dass ich an beiden dran geblieben bin und sie fertig gestellt habe.

Rote Windmühle

Fertiger Windmühlen-Quilt

Der rote Windmühlen-Quilt hab ich schon im Anfang des Jahres angefangen und war auch erstaunlich schnell weit gekommen. Nach dem ich es zu einem Sandwich gesteckt habe, begann ich mit dem quilten. Und musste aufgeben. Meine Nähmaschine streikte: Übliche Ober-/Unterfadenkombinationen funktionierten nicht mehr und ich war sichtlich genervt. Also ging meine Maschine ins Überholungslager und wurde gewartet. Zwischenzeitlich hatte ich die Lust an dem Quilt verloren.

Quilt-trennen.jpg

Ich muss trennen. Gefühlt einen ganzen Tag hab ich getrennt.

Ich beschloß alles, was ich schon fertig gequiltet hatte, zu trennen. Meinen ursprünglichen Quilt-Plan warf ich auch über Bord und entschied mich für ein freies Quilten mit einem Blattmuster. Ich hoffe, ihr könnt etwas erkennen (ein Klick auf die Bilder machen sie groß).

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Blattmuster in freier Quilt-Technik

Der Mann an meiner Seite möchte ihn mir abluchsen, aber nix da. Dieser Quilt wird mich im Winter mit seinen kraftvollen Farben erfreuen, wenn es draußen nass und eklig ist.. Für die Windmühlen habe ich mir Legeplan gemacht, damit ich weiß, welches Element jetzt als nächstes genäht wird. Trotz Lege-Plan hab ich viele Nähte wieder trennen müssen, weil ich mich vertan habe. Ohne Lege-Plan wäre ich aufgeschmissen und hätte bestimmt schnell aufgegeben. Für jeden Block hab ich ein Lege-Plan gezeichnet und zuerst mit Buntstiften ausgemalt, anschließend mit kleinen Stoffresten den Stoff zu seiner jeweiligen Farbe zugeordnet. Ich finde, die ganze Mühe, die in diesem Quilt steckt, hat sich gelohnt, oder?

Ein weiterer Quilt ist fertig geworden. Das wird mein Reise-Quilt werden. Durch unser gemeinsames Hobby sind der Mann an meiner Seite und ich vergleichsweise häufig unterwegs. Wir lieben das Wasser und das Segeln, und wir sind, sobald wir können, gerne auf dem Boot. Auf dem Boot und in der Nähe von Wasser kühlt es schnell ab und ich friere nicht gerne. Und genau dafür ist mein neuer Quilt auch gedacht, er soll mich abends und nachts ein bisschen wärmen, wenn es doch frisch werden sollte. Was es gerne im Frühjahr oder im Herbst auf der Yacht gerne wird.

Reisequilt

Reisequilt im Detail

Ich liebe grafische Muster in Kombination mit Batik-Stoffen, und somit wurde dieser Quilt ein absoluter Stash-Booster und der Schnitt-Plan ist vergleichsweise einfach.

Reisequilt-Detail

Detail-Aufnahme.

Das Muster eignet sich auch hervorragend um mit Farben zu spielen, was ich ausgiebig getan habe. Das macht mir echt Spaß und ich kann mich ordentlich austoben, was ich getan habe. Besonders stolz bin ich, dass fast jede Naht richtig sitzt.

Farbenspiel

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Noch mehr Farben.

Etwas zu hell geworden. 😉

Der dunkle Kontrast-Batik stellt das grafische Muster in den Vordergrund. Ich liebe es mit Stoffen zu spielen und staune jedes Mal, was sich aus dem Zusammenspiel mehrerer bunter Stoffe ergeben kann.

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Abschnite,  fast zu schön zum weg werfen.

Diese und weitere Quilts könnt ihr übrigens am 12. und 13. September im Oberlandesgericht in Köln ansehen. Dort hat die Patchwork-Gruppe Papillion, der ich zugehörig bin, eine kleine Ausstellung. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kunst- und Handwerkermarkt statt.
Ihr könnt dort weitere große und kleine Quilts bewundern, die alle mit viel Handarbeit und noch mehr Liebe hergestellt sind. Ich bin leider nicht vor Ort, denn ich bin ja Teil des Orga-Teams für das YarnCamp in Frankfurt/Main und bin daher das ganze Wochenende in Frankfurt/Main. Sowohl das YarnCamp lohnt sich, und es gibt sogar noch wenige Tickets, als auch ein Besuch im OLG in Köln.

 

Dieser Beitrag ist bei RUMS verlinkt.

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  1. Pingback: Mein Jahresrückblick in Quilts | Queens Handmade

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